Wer oder was ist der Arbeitskreis Lernforschung?

Gegründet Anfang der 90er Jahre von Fachleuten aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sind heute zehn lerntherapeutische Einrichtungen Mitglieder des Arbeitskreises des Zentrums für angewandte Lernforschung (kurz AK Lernforschung). In den Einrichtungen sind knapp 100 auf Rechenschwäche spezialisierte Mitarbeiter tätig. Insgesamt wurden bisher rund 14.000 Diagnostiken durchgeführt und 7000 Therapien erfolgreich abgeschlossen. Ungefähr zehntausend Stunden an Fortbildungsveranstaltungen, hauptsächlich an Schulen, aber auch für betroffene Eltern oder andere Fachleute wie Ärzte, Psychologen oder Erzieher wurden von ihnen durchgeführt. Mitglieder des Arbeitskreises sind regelmäßig als Fachreferenten auf Kongressen zu Gast, sie veröffentlichen Handreichungen, Ratgeber für Eltern und Lehrer, Fachbücher und wissenschaftliche Arbeiten zum Thema. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen jedoch vor allem die von Rechenschwäche Betroffenen selbst: Aktuell werden in den jeweils eigenständigen Facheinrichtungen zusammen gut 1400 Kinder, Jugendliche und Erwachsene betreut. (Stand Jan. 2014).

Qualitätskriterien des Arbeitskreises Lernforschung

Qualifizierte Lernförderung bei Rechenschwäche ist de facto keine Regelleistung der Schulen. Wo Förderunterricht, Nachhilfe und Nichtversetzung am Mathematikversagen nichts zu ändern vermögen, sind es Einrichtungen wie die oben genannten, bei denen Eltern und Kinder Hilfe finden. Therapiezentren, die sich ausschließlich auf die Behandlung von Rechenschwäche spezialisiert haben und ihre therapeutische Arbeit an definierten, praxiserprobten Qualitätskriterien orientieren, spielen in der bundesweiten Versorgung rechenschwacher Menschen eine tragende Rolle. Doch gibt es über den unmittelbaren Therapiebedarf hinaus noch eine andere Versorgungslücke. Denn so unübersehbar und dringlich die Probleme rechenschwacher Menschen auch sind, noch immer findet die Mehrzahl von ihnen keinen direkten Zugang zu wirksamer Hilfe. Die Gründe dafür sind komplex. Ein Mangel an öffentlichem Bewusstsein, die bereits erwähnten Lücken in der Lehrerausbildung, fehlender politischer Wille in Ämtern und Ministerien, knappe Finanzen bei den zuständigen Jugendämtern – all das trägt dazu bei, dass ihre Rechenschwäche – obgleich sie behoben werden kann – noch immer viele Kinder nachhaltig in ihrer Entwicklung behindert. Deshalb sind Aufklärung, Forschung, Qualitätssicherung und Beratung unverzichtbare, gemeinnützige Aufgaben. Diesen widmen sich die angeschlossenen Institute und Zentren mit ihrer Zusammenarbeit im AK Lernforschung. Lesen Sie mehr zu den Qualitätskriterien des AK-Lernforschung

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